Wangen im Allgäu 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Große Kreisstadt
Homepage: http://www.wangen.de
service-bw: Informationen zu wichtigen Adressen, Nummern und Öffnungszeiten in Wangen im Allgäu
Einwohner: 26398
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 261.0
Max. Höhe ü. NN (m): 711.59
Min. Höhe ü. NN (m): 483.03
PLZ: 88239

Die Stadt Wangen im Allgäu liegt im Südosten des Landkreises Ravensburg. Das Stadtgebiet erstreckt sich im Hügelland des westlichen Allgäus entlang des Nordufers der Oberen Argen. Im Südteil des Stadtgebiets verläuft die untere Argen. Beide Flüsse fließen an der Südwestgrenze zusammen. Ihre Täler sind tief in vielen Windungen in die Moränenhochfläche eingeschnitten. Naturräumlich gehört das Gebiet zur übergreifenden Einheit des Westallgäuer Hügellandes. Der höchste Punkt liegt auf 711,59 m, der tiefste Punkt auf 483,03 m. 1802 verlor die Stadt ihre Stellung als freie Reichsstadt und kam zunächst unter bayerische, ab 1810 durch Tausch unter württembergische Landeshoheit. Die Stadt wurde Sitz eines eigenen Oberamtes, aus dem 1934 der Kreis und 1938 der Landkreis Wangen hervorging. 1936 wurde der Name amtlich mit „Wangen im Allgäu“ festgelegt. Mit der Auflösung des Landkreises Wangen im Zuge der Verwaltungsreform kam die Stadt 1973 zum Landkreis Ravensburg und wurde gleichzeitig zur Großen Kreisstadt erhoben. 1972 wurden die vorher selbständigen Gemeinden Deuchelried, Karsee, Niederwangen, Neuravensburg und Schomburg und 1973 Leupolz eingemeindet. Wangen ist Mittelzentrum für die umgebenden Gemeinden. Nach 1945 hat sich die Stadt deutlich weiterentwickelt und ihre Siedlungsfläche mehr als verdoppelt. Bis zum Ende der 1960er Jahre wurden großflächige Neubaugebiete vorwiegend im Norden, Westen und Süden der alten Stadt geschaffen, die zum Teil auch weit nach Osten ausgreifen. In den 1970er Jahren kamen zwei Neubauflächen am südlichen Ortsrand hinzu, in den 1980er Jahren wurden dann weitere Areale im Westen und Norden erschlossen. Großflächige Industriegebiete sind vor allem im Norden, im Südwesten und Südosten der Stadt entstanden. Wangen ist über die A96, der B32 und die B18 an das Fernstraßennetz angeschlossen. Die Stadt liegt an der ab 1869 in mehreren Phasen erbauten Württembergischen Allgäubahn, die heute stündliche Verbindungen nach Ulm, Augsburg und Lindau bietet. Der ÖPNV wird zudem durch Buslinien des Verkehrsverbundes Bodensee-Oberschwaben gesichert.

Teilort

Wohnplatz

aufgegangener Ort

Wüstung

Stadtgebiet des höheren Bereichs der Bodensee-Moränenlandschaft in der Nachbarschaft der Allgäuer Vorberge. Der Nordteil (Gemarkungen Karsee und Leupolz) ist lebhaft bewegtes, typisches Jungmorä­nenland. Rascher Wechsel von Kuppen und feuchten, zum Teil abflusslosen Niederungen mit einigen noch nicht ganz verlandeten Seen. Die Unruhe des Reliefs wird dadurch gesteigert, dass der Rand des Argenlobus des Rheingletschers eine Zeitlang südlich von Karsee und Leupolz verharrte. Im Ostteil (Gemarkung Deuchelried) entsprechen die Höhen- und Geländeverhältnisse außerhalb der Täler dem Nordteil. Die Stadt selbst liegt auf einer großen eiszeitlichen Schmelzwasser-Schotterebene und an deren Rand. Im Westteil (Gemarkungen Schomburg, Niederwangen, Neuravensburg) ist die Geländeoberfläche durch­schnittlich 100 Meter niedriger als im Norden und Osten. Gegen Südwesten zunehmend wird hier die Landschaft von Drumlins geprägt, deren Achsen deutlich südwestlich/nordöstlich ausgerichtet sind (Bewegungsrichtung des Eises). Der Südteil des Stadtgebiets ist eingerahmt oder durchflossen von der Unteren und der Oberen Argen, die sich an der Südwestgrenze vereinigen. Beide Argentäler sind mit vielen Windungen tief und steilhängig in die Moränenhochfläche, zum Teil bis in das Tertiär (Obere Süßwassermolasse), eingeschnit­ten. An den Hängen bezeugen Talbodenreste (»Flussterrassen«) wechselnde Auf­schotterung und Einschneidung des Flusses.

Wappen von Wangen im Allgäu

Unter rotem Schildhaupt, darin drei linksgewendete bartlose silberne (weiße) Männerköpfe („Wangen") nebeneinander, gespalten, vorne in Silber (Weiß) ein halber, rot bewehrter und rot bezungter schwarzer Adler am Spalt, hinten in Silber (Weiß) eine blaue Lilie.

Beschreibung Wappen

Schon das für das Jahr 1312 nachgewiesene früheste Siegel der Stadt enthält sämtliche Motive des Stadtwappens. Die drei „Wangen" sollen auf den Namen hinweisen und das Wappen „redend" machen. Der Adler bezieht sich auf die Reichsunmittelbarkeit, während es sich bei der Lilie vielleicht um ein Zeichen des Gerichts- und Friedensbannes handelt. In den seit 1507 belegten farbigen Darstellungen des Wappens steht der Reichsadler im silbernen Feld. Nach allerlei Abwandlungen und Vereinfachungen setzte sich dieses Wappen seit dem 18. Jahrhundert in der jetzt gebräuchlichen Form durch.

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