Kißlegg 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.kisslegg.de
service-bw: Informationen zu wichtigen Adressen, Nummern und Öffnungszeiten in Kißlegg
Einwohner: 8643
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 94.0
Max. Höhe ü. NN (m): 738.08
Min. Höhe ü. NN (m): 586.75
PLZ: 88353

Die Gemeinde Kißlegg liegt im Osten des Landkreises Ravensburg. Das Gemeindegebiet erstreckt sich im Gebiet des Argenlobus des Rheingletschers. Im Süden folgt die Gemeindegrenze dem Argental. Das Gebiet wird durch niedere Rücken und kleinere oder größere Mulden und Rinnen lebhaft gestaltet. Durch das Gründlen-Rötseer-Moos verläuft die Europäische Wasserscheide. Naturräumlich gehört der Bereich zur übergeordneten Einheit des Westallgäuer Hügellandes. Der höchste Punkt liegt im Nordwesten des Ortes auf 738,08 m, der tiefste Punkt bei etwa 620 m. Auf dem Gemeindegebiete liegen Teile der Naturschutzgebiete Arrisrieder Moos, Gründlenried–Rötseemoos, Moore und Weiher um Brunnen sowie Sigrazhofer Ried und Zeller See. Kißlegg; Immenried und Waltershofen kamen 1806 an das Königreich Württemberg. Kißlegg und Immenried wurden dem Oberamt, ab 1938 Landkreis, Wangen zugewiesen, Waltershofen kam zum Oberamt Leutkirch und 1938 zum Landkreis Wangen. 1828 wurden die Gemeinden Kißlegg, Emmelhofen, Sommersried und Wiggenreute gebildet, die drei anderen Orte 1934 nach Kißlegg eingemeindet. Im Zuge der Verwaltungsreform wurde der Landkreis Wangen 1973 aufgelöst und die Gemeinde kam zum Landkreis Ravensburg. Kißlegg ist Luftkurort. Der Hauptort Kißlegg hat nach 1945 einen deutlichen Aufschwung genommen. Um 1950 setzte im Osten eine starke Bautätigkeit ein, so dass der bisher peripher gelegene Schlossplatz heute von Wohngebieten umschlossen ist. Im Westen entstand ein kleineres Baugebiet im Anschluss an den Weiler St. Anna. In den ausgehenden 1970er Jahren begann die Erschließung neuer Siedlungsflächen im Süden bei der Lorettokapelle und im Südosten mit dem Gewerbegebiet an der Wangener Straße. Ältere Gewerbeflächen waren zuvor schon nördlich des Bahnhofs entstanden. Auch der östliche und südöstliche Ortsrand wurde in den folgenden Jahren bebaut. Kißlegg ist über die A96 sowie Landes- und Kreisstraßen an den Fernverkehr angeschlossen. Der ÖPNV wird durch Buslinien des Verkehrsverbundes Bodensee-Oberschwaben gesichert. Die Gemeinde ist Knotenpunkt der Württembergischen Allgäubahn von Aulendorf bzw. Leutkirch, während die Roßbergbahn nach Bad Wurzach seit 1963 nur dem Güterverkehr dient.

Teilort

Wohnplatz

aufgegangener Ort

Wüstung

Das Gemeindegebiet liegt im Argenlobus des Rheingletschers zwischen der Äuße­ren Jungendmoräne, deren Bogen ungefähr auf der Linie Eintürnen-Diepoldshofen wenig jenseits der Nordgrenze verläuft, und der Inneren Jungendmoräne zwischen Ratzenried und Leupolz. Im Süden folgt die Grenze ein Stück weit dem steilhängigen Argental. Charakteristische Unausgeglichenheit des Endmoränengeländes, lebhafter Wechsel von niederen Moränenrücken mit kleineren oder größeren Mulden und Rinnen in allen Stadien der Vermoorung. Besonders umfangreich ist das Gründlen-Rötseer-Moos, die verlandete Ausweitung des Schmelzwasser-Abflusses eines Eisstausees, durch die die Europäische Wasserscheide geht. Die Seen im Nordwesten sind wohl ehemalige Toteisseen. Wuhrmühleweiher und Argensee im Südosten deuten die Eisfließrich­tung an und können damit als Rinnenseen gelten. Der Hauptort bildet ein histo­risch gewachsenes ländliches Kleinzentrum. Staatlich anerkannter Luftkurort.

Wappen von Kißlegg

In von Silber (Weiß) und Grün schräglinks geteiltem Schild ein aufgerichteter, feuerspeiender, im silbernen (weißen) Feld schwarzer, im grünen Feld silberner (weißer) Panther.

Beschreibung Wappen

Im Jahre 1930 äußerte die Gemeinde den Wunsch nach einem eigenen Wappen, das am Rathausneubau und in den damals neu zu beschaffenden Dienstsiegeln abgebildet werden sollte. Dieses Bildkennzeichen sollte nach den Vorstellungen der Gemeinde den Panther als das Wappentier der ehemaligen Ortsadelsfamilie und die in Kißlegg damals schon verwendeten Farben Silber (Weiß) und Grün enthalten. Dementsprechend gestaltete die Archivdirektion Stuttgart das Wappen in Anlehnung an das Siegel des Bertoldus de Kyselegge von 1276. Der Gemeinderat nahm das Wappen am 31. Oktober 1930 an und legte gleichzeitig die Flaggenfarben endgültig fest.

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